Der Barbier ist nach meinem Geschmack


Der Barbier von Sevilla bereitete mir viel Freude
Wirklich erfrischend war sie, diese Inszenierung im Stadttheater, wir haben viel gelacht. Eine komische Oper als Hippie-Spektakel, durchaus gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man sich entspannt zurück lehnt, die Musik genießt und sich einfach darauf einlässt, ist es ein Hör- und auch ein Sehgenuss.
Musikalisch ist das Orchester, unter der Leitung von Stefan Veselka, als auch das Ensemble überaus überzeugend und verdienen auf jeden Fall Vorstellungen vor ausverkauften Haus mit reichlich Beifall.
Ich werde das Stück nicht nur in guter Erinnerung behalten, sondern auch gerne in meinem Freundes- und Bekanntenkreis weiter empfehlen
Monika Westphal

Der Inhalt:
1968: Eine Gruppe Hippies trifft sich auf einer Wiese zu einem ganz besonderen Happening. Zu Ehren Gioachino Rossinis, dessen Todestag sich zum 100. Mal jährt, wollen sie seinen «Barbier von Sevilla» aufführen. Zu diesem Regiekonzept haben die naiven, kraftvollen und positiven Figuren, die Rossini in seiner berühmten Opera buffa zeichnet, Regisseur Christian von Götz inspiriert. Bei seiner zweiten Inszenierung nach «Der Untergang des Hauses Usher» am Stadttheater Bremerhaven bringt er eine Hymne an die Jugend auf die Bühne, die vom Sieg des jungen Liebespaares und der Befreiung von der Bevormundung durch die Alten handelt – ein Thema, das genau den Geist der 68er trifft.

Der Barbier wird gesungen von Filippo Bettoschi, der seit dieser Spielzeit Ensemblemitglied am Stadttheater Bremerhaven ist. Er hilft der jungen Rosina, dargestellt von Svetlana Smolentseva, aus dem Haus ihres Vormunds Bartolo auszubrechen. In der Rolle des Vormunds, der sein reiches Mündel am liebsten selber heiraten würde, kehrt Uwe Schenker-Primus nach Bremerhaven zurück. In der Spielzeit 2010/2011 war er in Verdis «Un giorno di regno» zu hören. Zum ersten Mal ist James Elliot in Bremerhaven zu hören. Als Graf Almaviva, der sich in Rosina verliebt, versucht er ebenfalls mit allen Mitteln sie für sich zu gewinnen. Intrigen und Bestechungen sorgen für Turbulenzen, bei denen unter anderem auch Rosinas Musiklehrer Basilio (Leo Yeun-Ku Chu) und Bartolos Haushälterin Marcellina (Franziska Krötenheerdt) kräftig mitmischen.

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